Angebot und Nachfrage nach Kreditfinanzierungen in Österreich wachsen stetig. Dies gilt, obwohl fast alle Marktteilnehmer, die im Kreditgeschäft tätig sind – insbesondere Kreditinstitute –, die noch immer eine angemessene Menge an Ressourcen bereitstellen müssen (und müssen), um eine Vielzahl von EU- und österreichischen Rechtsvorschriften umzusetzen und einzuhalten, die einen engen Rechtsrahmen vorsehen (z. B. erhöhte Eigenkapitalanforderungen und Kapitalpuffer im Zusammenhang mit der Risikoposition oder dem jeweiligen Profil des jeweiligen Kreditinstituts). Ein Darlehen, das von einem externen Konsortium gewährt wird, unterscheidet sich, da jeder teilnehmende Investor Vertragspartner des Kreditnehmers wird, mit der Folge, dass jeder Kreditgeber Sicherheiterhälte erhält. In Österreich werden Darlehensbeteiligungen regelmäßig gehandelt. Übertragungen von Darlehensbeteiligungen erfolgen am häufigsten entweder durch eine Abtretung von Rechten oder durch Übertragung von Rechten und Pflichten im Wege der Vertragsübernahme, in diesem Fall würde die gesamte Vertragsstellung des übertragenden Kreditgebers auf den neuen Kreditgeber übergehen (österreichische Stempelsteuerfragen sind entsprechend zu prüfen (siehe Abschnitt III). Dagegen gelten Bürgschaften als Nebenansprüche nach österreichischem Recht, die folglich bei Abtretung des besicherten Darlehens automatisch übertragen werden. Ein weiterer Unterschied zu den Garantien besteht darin, dass der Garantiegeber nicht nur berechtigt ist, Einwände zu erheben, die sich aus der Bürgschaft bei der Übertragung des Darlehens ergeben, sondern auch Einwände erheben kann, die sich aus dem Verhältnis zwischen Schuldner und Gläubiger im Rahmen des Darlehensvertrags ergeben. Das Österreichische Bankengesetz schreibt vor, dass die österreichische Regulierungsbehörde (Finanzmarktbehörde) für das Kreditgeschäft, d. h. die gewerbliche Bereitstellung von Finanzierungen an Kreditnehmer, eine Banklizenz erteilt. Die notifizierten Lizenzen eines Kreditinstituts mit Sitz in einem anderen Gebiet des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) (auf der Grundlage des Konzepts des Herkunftsmitgliedstaats) werden zu diesem Zweck gleichwertig gehalten.

Gleiches gilt für den Erwerb von (Kredit-)Forderungen auf kommerzieller Basis (d. h. Factoring), der grundsätzlich Work-around-Strukturen wie die Auszahlung eines Darlehens durch eine österreichische “Fronting Bank” und den sofortigen Erwerb des Darlehens durch einen ausländischen, nicht lizenzierten Kreditgeber verhindert. Versicherungsgesellschaften, die Kredite gewähren, um eine reservierte Vermögensbasis für ihre Versicherten/Kunden zu schaffen, unterliegen unter anderem einigen Ausnahmen.